Allianz ehupuguw 13. Oktober 2023

WER WIR SIND

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Sufosec (für Sustainable Food Systems and Empowered Communities), die Schweizer Allianz für nachhaltige Ernährung weltweit, ist ein Bündnis von sechs NGOs der internationalen Zusammenarbeit. Ihr gemeinsames Ziel ist es, das Recht auf Nahrung zu verwirklichen und die Lebensbedingungen von Menschen in Zeiten von Klimakrise und Fragilität zu verbessern – durch die Stärkung lokaler Ernährungssysteme und Gemeinschaften auf der Basis agrarökologischer Methoden. Die Zusammenarbeit besteht seit 2020 und wurde nach einer erfolgreichen ersten Programmphase (2021-2024) in eine zweite Phase (2025-2028) überführt. Sie führt die komplementären Expertisen und Erfahrungen aller Akteurinnen und Akteure in Nord und Süd zusammen, schafft Synergien für einen effizienten Mitteleinsatz und fördert lokal getragene Entwicklung. Die Wirkung wird systematisch überprüft und verbessert.

Die Allianz-Organisationen sind Fastenaktion, SWISSAID, Vétérinaires Sans Frontières Suisse, Vivamos, Aqua Alimenta und Skat Foundation. Sie arbeiten in 26 Ländern des globalen Südens mit rund 250 lokalen Partnerorganisationen zusammen und erreichen über zwei Millionen Menschen. Gemeinsam wollen sie einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Ziele der Uno-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung leisten, insbesondere in Bezug auf Hunger, Mangelernährung, Klimaanpassung und Geschlechtergerechtigkeit. Die Allianz wird im Rahmen der Programmbeiträge von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) finanziell unterstützt.

Unser Programm

Die Allianz Sufosec startet 2025 in ihre zweite gemeinsame Programmphase. Nach den Erfolgen der ersten vier Jahre bündeln unsere sechs Organisationen ihre Kräfte weiter, um gemeinsam mehr zu erreichen als alleine – für das Recht auf Nahrung und bessere Lebensbedingungen in Zeiten von Klimakrise und Fragilität. Die globale Hungerkrise verschärft sich weiter: Laut Welthunger-Index waren 2017 noch 572 Millionen Menschen unterernährt, 2023 sind es bereits 735 Millionen. Gleichzeitig können 42 Prozent der Haushalte weltweit keine gesunde und nahrhafte Ernährung finanzieren. Die Sufosec-Allianz setzt genau hier an.

Erfolge 2021-2024: Eine starke Basis

Die erste Programmphase zeigt Wirkung: In 32 untersuchten Projektgebieten sank die Ernährungsunsicherheit von 72 auf 65 Prozent. Fast eine Million Menschen erhielten verbesserten Zugang zu Basisdienstleistungen, natürlichen und wirtschaftlichen Ressourcen. Über 91’000 Haushalte wenden neue agrarökologische Methoden an. Sufosec hat sich zur Wissensdrehscheibe entwickelt – in Agrarökologie, lokaler Zusammenarbeit, Triple Nexus und Geschlechtergerechtigkeit.

Programm 2025-2028: Fünf Ziele, eine Vision

In 26 Ländern arbeiten wir mit rund 250 Partnerorganisationen und erreichen über zwei Millionen Menschen. Unser Fokus liegt auf fünf Zielen: Inklusive lokale Ernährungssysteme, klimaresiliente Ökosysteme, gestärkte Zivilgesellschaft, gleichberechtigte Partnerschaften und Sensibilisierung der Schweizer Bevölkerung. Zentral dabei: agrarökologische Transition, lokal getragene Entwicklung und Geschlechtergerechtigkeit.

Flurina Derungs
Flurina Derungs
Co-Leiterin Alliance Sufosec | Vétérinaires sans Frontières Suisse
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Markus Brun
Co-Leiter Alliance Sufosec | Fastenaktion
Unsere Ziele

Das gemeinsame internationale Programm Sufosec 2025-2028 umfasst die Programme der sechs Allianzorganisationen und ihrer rund 250 Partnerorganisationen in 26 Ländern. Unter dem übergeordneten Ziel, dass gestärkte Gemeinschaften ihr Recht auf Nahrung verwirklichen und ihre Lebensgrundlagen in Zeiten von Klimakrise und Fragilität verbessern, verfolgt das vierjährige Programm fünf konkrete Hauptziele, welche zur Erreichung von zehn Entwicklungszielen der Agenda 2030 beitragen.

  1. Inklusive lokale Ernährungssysteme: Menschen – alle Geschlechter gleichermassen – tragen zu inklusiven lokalen Ernährungssystemen bei und verbessern ihre Ernährung durch beschleunigten agrarökologischen Wandel.
  2. Klimaresiliente Ökosysteme: Menschen – alle Geschlechter gleichermassen – bewirtschaften und nutzen ihre natürlichen Ressourcen risikobewusst, klimaresilient und nachhaltig.
  3. Gestärkte Zivilgesellschaft: Gemeinschaften und zivilgesellschaftliche Organisationen sind gestärkt, organisieren sich selbst, beeinflussen Politik, fördern Geschlechtergerechtigkeit und halten Verantwortungsträger zur Rechenschaft, damit Menschenrechte respektiert, geschützt und erfüllt werden.
  4. Globale Partnerschaften: Allianzorganisationen und ihre Partner arbeiten in gleichberechtigteren Partnerschaften zusammen und stärken lokal getragenen Wandel.
  5. Sensibilisierte Schweizer Öffentlichkeit: Die Schweizer Bevölkerung ist sich des universellen Rechts auf Nahrung bewusst, basierend auf den Zielen für nachhaltige Entwicklung.
RF 2028
Unsere Einsatzgebiete

Das gemeinsame Programm 2025-2028 erstreckt sich über 26 Länder des Globalen Südens. Im Fokus stehen die fragilsten und am stärksten von Hunger betroffenen Länder: In 10 Programmländern herrscht höchste Fragilität, in 17 Ländern ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung von Ernährungsunsicherheit betroffen. Die Allianz arbeitet mit rund 250 Partnerorganisationen vor Ort – sie bilden das Fundament der Allianz und des gemeinsamen Programms. In Ländern, in denen mehrere Allianz-Organisationen tätig sind, nutzen gemeinsame Strukturen (Country Groups) Synergien und ermöglichen gezielten Erfahrungsaustausch.

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