Local Ownership ehupuguw 20. Dezember 2023

Local Ownership

«Local Ownership» – die Verlagerung der Macht auf lokale Akteure

In den letzten Jahren haben zivilgesellschaftliche Akteure aus dem Globalen Süden verstärkt mehr Mitspracherecht und Einfluss in der internationalen Zusammenarbeit gefordert, mit dem Ziel lokal geführter Veränderungsprozesse. Zudem hat die Pandemie die Art und Weise, wie wir zusammenarbeiten, verändert. Und die Black-Lives-Matter-Bewegung hat den Diskussionen über Rassismus und Kolonialismus Auftrieb gegeben. Die lokale Zivilgesellschaft soll mehr Entscheidungs- und Handlungsspielraum erhalten, damit Veränderungsprozesse lokal geführt und getragen und damit nahhaltiger werden. Dies betrifft Aspekte wie zum Beispiel die direkte Verantwortung für Umsetzungsmodalitäten, gerechtere Partnerschaftsverhältnisse sowie die Festlegung von entwicklungspolitischen Prioritäten und den Einsatz von Ressourcen. Zwar ist die Notwendigkeit von Reformen unbestritten, doch die konkrete Umsetzung in die Praxis gestaltet sich zuweilen schwierig und erfordert viel Dialog und gemeinsames Lernen.

Die Allianz Sufosec misst der Stärkung von «Local Ownership» eine hohe Priorität bei. Aufbauend auf bereits starken Lokalisierungspraktiken hat sie seit 2021 den Dialog mit ihren Partnern im globalen Süden dazu weiter vertieft. In einem gemeinsamen Lernprozess hat die Lerngruppe zum Thema «Local Ownership» mit RavelWorks Africa eine Hintergrundstudie erarbeitet, welche die Hebel für Veränderungsschritte aufzeigt. Darauf aufbauend ermittelte sie in einem Assessment die Qualität der Partnerschaften zwischen den Allianz-Organisationen und den Partner-Organisationen im Globalen Süden. Weiter unten geht es zu den beiden Berichten.

In ihrem gemeinsamen Programm 2025-2028 wird sich die Allianz auf die Gestaltung von mehr kollaborativen, gleichberechtigten und transparenten Partnerschaften sowie auf die Förderung von lokal geführten Praktiken (locally led practice) als Schlüsselansatz im gesamten Programm konzentrieren. Ziel ist es, die Rolle von Akteuren im Globalen Süden, insbesondere von zivilgesellschaftlichen Organisationen, als Katalysatoren für lokal geführten Veränderungsprozesse zu stärken.

Grundlagen-Studie «Local Ownership», Sufosec, November 2021

Die von RavelWorks Africa Limited Kenia durchgeführte Hintergrundstudie ergab wichtige Erkenntnisse, insbesondere, dass lokal geführte Entwicklung bei der Qualität von Partnerschaften beginnt. Der Aufbau und die Pflege von Vertrauen, Sinnhaftigkeit, Transparenz, Rechenschaftspflicht und Wertschöpfung sind dabei elementar.

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Video «Local Ownership», Sufosec, November 2021

Das Video vermittelt die wichtigsten Erkenntnisse und Empfehlungen der Hintergrundstudie in engagierten Statements.
Dauer 14 Minuten; Sprache Englisch; Versionen mit französischen und spanischen Untertiteln.
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Assessment-Bericht «Empowered Partnership»

Basierend auf der Hintergrundstudie von RavelWorks sowie auf den Erfahrungen in Bezug auf das Nachhaltigkeitsziel SDG 17, liefert der Bericht Empfehlungen zur Förderung effektiver und nachhaltiger Partnerschaften. Das Assessment wurde von Dr. Katrin Imhof Consulting in enger Zusammenarbeit mit der Allianz Sufosec durchgeführt und baut auf Rückmeldungen von über 150 Partnerorganisationen auf.

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